
Linux
Linux ist der Inbegriff von Open Source. Wenn jemand von Linux spricht ist beinahe immer eine Distribution gemeint. Vereinfacht gesagt fasst jede Distribution den Linux-Kernel und Anwendungssoftware zusammen.
Linux gibt es umsonst im Internet. Die gängigsten Distributionen können im Internet heruntergeladen und auf dem Heimrechner installiert werden. Auch Server (ob jetzt Web- Mail oder ein Cloud-Server) lassen sich so ohne Lizenzkosten aufsetzen.
Auf diesem laufenden Linux kann nach und nach weitere, quelloffene Software installiert werden. Dadurch entsteht eine leistungsstarke Arbeitsstation und dem digitalen Büro steht nichts mehr im Weg.
Linux auf dem PC/Laptop
Für Linux als Betriebssystem findet aktuell ein Wandel statt. Viele User ziehen einen Wechsel von Windows nach Linux in betracht.
Einsteigerfreundliche Distributionen sind Linux Mint, Ubuntu, MX Linux oder Zorin.
Linux auf dem Server
Über 80% aller Server weltweit laufen auf Linux.
Für Linux spricht die enorm hohe Stabilität und Sicherheit. Bekannte Server-Distributionen sind Debian, CentOS, Ubuntu oder Alma Linux.
Getrennt oder einzeln?
Es ist ein ungeschriebenes Gesetz: Web- und E-Mailserver sollten nicht auf derselben Instanz laufen. Obwohl dies mittels Virtualisierungssoftware wie Proxmox möglich ist, sollte man diese Dienste physisch und logisch trennen.

Lizenzen? Ich dachte, Linux sei frei!
Ja, das ist es auch. Linux und Open Source Software sind absolut frei erhältlich.
Frei bedeutet jedoch nicht im Sinne von "Freibier". Bei Linux muss für die Software nicht bezahlt werden. Bezahlt wird jedoch die Dienstleistung, welche dir dein IT-Dienstleister verkauft. Sein Wissen und seine Erfahrung.
Lizenzen fallen nur dann an, wenn z. B. ein Theme (steuert das Aussehen deiner Webseite) dazu gekauft wird. Die Lizenz unterstützt dabei den Entwickler und spornt ihn an, das Produkt weiterzuentwickeln. Natürlich kann darauf verzichtet werden und dies alles selber programmiert werden.
Auch der Server ist nicht umsonst. Rechenzentren bieten dir im Gegenzug ein ideales und sicheres Klima für deinen Server an. Der Server steht zudem in einer geschützten Umgebung, welche nicht öffentlich zugänglich ist.
Ob du einen eigenen Server brauchst hängt von der Situation ab. Nicht immer ist ein eigener Server die Lösung, da dieser regelmässig gewartet werden muss. Für kleine Webseiten reicht ein Hostingpaket bei einem bekannten Anbieter in der Schweiz. Solche Angebote werden durch den Anbieter gewartet und immer aktuell gehalten.
Die Workstation und das managed Hosting
ist die typische Arbeitsstation und entspricht dem klassischen PC oder Laptop. Diese Station steht auf einem Bürotisch und ist mit einem Drucker und/oder Scanner verbunden.
Webseite, Cloud und E-Mails laufen auf einem betreuten Hosting. Solche Sorglos-Pakete kosten zwischen CHF 200.00 und CHF 400.00 pro Jahr. Ein Webshop kann nochmals mit rund CHF 200.00 pro Jahr draufschlagen.
Der Server
steht in einem Rechenzentrum. Auf ihm laufen unabdingbare Sachen wie Cloud, Webseite, Shop und E-Mails.
Sprechen wir von einem eigenen Server, ist immer ein root- oder dedizierter Server gemeint. Ein solche Server stellen die gesamte Hardware zu Verfügung und wird nicht wie beim virtueller Server (vServer) geteilt.
Ein Server benötigt Pflege und muss ständig gewartet werden. Hier können im Gegensatz zu einem managed Hosting zusätzliche hohe Kosten entstehen, welche nicht geplant werden können. Kläre im Voraus ab, wer für einen Hardwareausfall bezahlt.
Quelloffene Software läuft zwar stabil, kann aber auch Probleme verursachen. Ein IT-Dienstleister welcher hier nicht transparent genug kommuniziert, sollte vermieden werden.
Kurz und knapp:
Ein vServer ist niemals ein eigener, physischer Server. Lass dich nicht täuschen.
Server (auch root- oder dedicated-Server)
Hier steht die gesamte Hardware einem einzelnen Benutzer zur Verfügung.
vServer
Ein virtueller Server teilt seine Hardware wie Prozessor (CPU) und Arbeitsspeicher (RAM) unter den verschiedenen Benutzern auf. Mehrere Benutzer teilen sich somit diesen Servertyp.
Ein leistungsstarker Server ist niemals virtualisiert sonder bekommt das gesamte Spektrum an Hardware zur Verfügung.
Wird dir ein vServer angeboten, ist dieser z. B. mit VMware oder Proxmox virtualisiert.
Beispiele
Tina
Tina ist 20 Jahre alt und hat soeben ihren kleinen Coiffeursallon eröffnet. Tina braucht keinen eigenen Server. Ihre Webseite und ihre E-Mail verwaltet sie bequem mittels Managed-Hosting bei einem der grossen Anbieter in der Schweiz. Buchhaltung, Lohnabrechnungen und Lieferanten verwaltet sie auf ihrem Laptop oder der Arbeitsstation, auf welcher Linux läuft.
Max und Moriz
Max und Moriz haben soeben ihr Start-Up Unternehmen gegründet. Auch Max und Moriz brauchen keinen eigenen Server. All ihre geschäftlichen Tätigkeiten erledigen sie bequem auf ihrer zwei Arbeitsstation oder Laptops mit Linux. Die Webseite, ihre drei E-Mail Adressen und der kleiner Shop laufen wie bei Tina auf einem betreuten Hosting. Max und Moriz könnten sich jedoch für einen eigenen virtuellen Server entscheiden. Ein eigener root-Server ist jedoch immer noch kosten- und zeitintensiver als ein Hosting oder vServer.
Urs
Urs ist Besitzer eines Restaurants und hat fünf Angestellte. Für Urs macht ein eigener vServer durchaus Sinn. Seine Webseite und die E-Mails läuft nach wie vor auf einem betreuten Hosting oder auf dem eigenen vServer. Seine geschäftlichen Dateien landen in der Cloud und werden regelmässig gesichert. Urs benötigt jedoch keinen Dedizierten Server.
Anna
Anna besitzt ein Unternehmen welches Liegenschaften betreut. Sie hat insgesamt 20 Angestellte und die Lizenzkosten von Windows, Cloud und E-Mail sind ein hoher Posten in der Buchhaltung. Anna braucht einen eigenen Server.
Die insgesamt 8 Arbeitsstationen sind in einem Netzwerk eingebunden und mit der Cloud verknüpft. Ihre E-Mails und ihre Webseite werden ebenfalls vom eigenen Server verwaltet. Langfristig spart Anna viel Geld, da Lizenzkosten und Abos wegfallen. Die drei Drucker und der Scanner sind ebenfalls im Netzwerk integriert.
Linux auf dem Desktop
Seit über 15 Jahren wende ich privat nur noch Linux auf dem Desktop an.
Ein privater Anwender, welcher seinen PC für alltägliche Arbeiten benutzt, hat beim Umstieg auf Linux praktisch keine Probleme. Viele Sachen gehen lediglich ein wenig anders als man sich dies bin an hin gewohnt ist.
